Taubenabwehr

Der Begriff Bautenschutz ist eigentlich ein sehr weitläufiger Begriff. Wir haben für Sie folgende Themen vorbereitet:

Taubenabwehr

Allgemeines zur Taubenproblematik

Bei den an Objekten vorkommenden Tauben handelt es sich in der Hauptsache um verwilderte Haustauben, d.h. um Nachkommen der in Nordafrika stark verbreiteten Felsentaube. Die Nistgewohnheiten sind insofern gleich , da sie in Dachböden, Hohlräumen, Kirchtürmen, Simsen und Mauernischen ihre Nester bauen. Durch das Fehlen natürlicher Feinde z.B. Greifvögel, aber auch Marder und Wiesel, sind der Haustaube heute keine natürlichen Grenzen mehr gesetzt.

Wenn man davon ausgeht, daß die Brutzeit ca. 20 Tage beträgt, und in einem Jahr ca. 7 Bruten eines Taubenpaares möglich sind, und in einem Nest durschnittlich 2 Eier gelegt werden, kann man die starke Ausbreitung der Tauben verstehen, vor allen Dingen, wenn man an die hohe Lebenserwartung der Tiere denkt, die bis zu 30 Jahre betragen kann. Die Tauben haben ein ausgeprägtes Gruppenverhalten , daß sich am Umherfliegen in Schwärmen erkennen läßt.

Das Wesentliche der Taubenproblematik liegt darin, daß mit ihnen große wirtschaftliche und gesundheitliche Schäden einhergehen. Tauben verbreiten direkt oder indirekt die verschiedensten Krankheitskeime. Unter anderen Methose, Hirnhautentzündung, Hystoplasmose, Erkrankungen der Atemwege, Toxoplasmose, Pseudetuberkolose, Balkangrippe, Salmonellen, Koli-bakterien u. Steptokoggen um nur einige zu nennen.

Dies wird umso verständlicher, wenn man sich das Brut-Fraßverhalten genauer anschaut. Tauben setzen nicht nur im Nest ihren Kot ab, und brüten auf bereits verendeten Jungen, sondern gehen in großen Kolonien sogar dazu über erst gar keine Nester mehr zu bauen und direkt auf zentimeter- teil- weise sogar meterdicken Kotschichten und Schichten von toten Tauben zu brüten.

Untersucht man nun den Taubenkot, bzw. die Nester, so findet man große Mengen von Fliegenlarven, Silberfischen, Milben, Flöhen und Taubenzecken sowie viele verschiedene Käferarten, die dadurch indirekt zur verbreitung von Krankheitskeimen beitragen. Selbst getrockneter Taubenkot ist somit als sehr gefährlich anzusehen, vor allem wenn der Staub eingeatmet oder mit der Haut in Berührung gebracht wird.

Taubenkot ist aggressiv

Er beschleunigt den Verfall vieler Baustoffe. Die im Taubenkot enthaltenen Säuren und sonstigen Stoffe greifen direkt die Substanz der Bauteile an und zerstören sie. Außerdem halten Taubenkotansammlungen Feuchtigkeit, die im Winter zu Auffrierungen führen kann. Metall korrodiert, wird unansehnlich und schadhaft. Historische und unter Denkmalschutz stehende Gebäude leiden besonders darunter. Es sind daher auf lange Sicht gesehen die Konsequenzen eines Taubenbefalls nicht zu unterschätzen !

Taubenkot ist gefährlich

Tauben lassen sich vorwiegend auf Dachrinnen, Simsen und Balkonen nieder. Kot, Nester und verendete Tauben verstopfen so Dachrinnen und Abflußrohre. Wasser läuft über - Bauschäden lassen sich ohne entsprechende Maßnahmen nicht vermeiden. In Taubennestern entwickeln sich vielerlei Ungeziefer in ungeahnten Maße.

Taubenkot stört

Oft ausgerechnet da, wo er ganz besonders ein Dorn im Auge ist. Also bei repräsentativen Bauten und an Orten mit starkem Publikumsverkehr sowie auf Gehwegen. Es steht heute zweifelsfrei fest, daß ihre Bekämpfung nicht nur nach dem Bundesseuchengesetz Pflicht ist, sondern auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit bedeutet. Die örtlichen Polizeibehörden stützen ihre Verfügungen und Maßnahmen außerdem auf das Gesetz für die öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie auf das Wohnungspflegegesetz. Nach diesem ist jeder Grundeigentümer verpflichtet gesundheitsschädliche und ordnungswidrige Zustände zu beseitigen.