Katagorie:Gesundheitsschädlinge

Informationen

Checkliste zur Flohbekämpfung

Eine wirksame Flohbekämpfung besteht aus vier Stufen. Es ist notwendig, jede Stufe zu beachten, um die Möglichkeit eines Wiederbefalls auszuschlie8en. Die Stufen schlie8en ein:

  • Checkliste
  • Behandlung der Haustiere
  • Inspektion
  • Raumentwesung

Schädlingsbekämpfer mit Erfahrung übergeben den Auftraggebern eine Checkliste, damit die befallenen Räume vorbereitet werden können.

Die Checkliste enthält folgende Hinweise:

Einsammeln von Spielzeugen und anderen Objekten auf dem Fu8boden bzw. auf Teppichen.

Absaugen: Fußböden, Teppiche, Polstermöbel usw. sollen gründlich abgesaugt werden; der Staubsack ist in luftdichte Plastikbeutel zu stecken und bald zu vernichten. Durch das Absaugen wird ein Teil der erwachsenen Flöhe aus dem Teppich geholt, kaum jedoch Larven. Absaugen trägt dazu bei, daß Sprays später tiefer in den Teppichflor eindringen können.

Unterlagen in den Schlafstätten der Haustiere, also Matten, kleine Teppiche oder Decken sollen gewaschen, gereinigt oder vernichtet werden.

Behandlung der Tiere

Manchmal wird dieser Punkt in die Checkliste eingeschlossen. Aber er ist wichtig genug, um als Bekämpfungsstufe genannt zu werden. Wenn der Wirt ein Heimtier ist, muß es behandelt werden. Tun Sie das niemals selbst. Es wird dringend empfohlen, die Behandlung durch einen Tierarzt oder den Halter vornehmen zu lassen. Es gibt für diesen Zweck spezielle Präparate. Diese Maßnahme wird vom Kunden häufig übersehen oder vernachlässigt, besonders wenn der Tierarzt höhere Kosten berechnet. Der Kunde muß auf die Wichtigkeit der Tierbehand- lung hingewiesen werden! Wiederbefall gibt es in aller Regel dann, wenn die Tiere nicht zur gleichen Zeit wie die Räume behandelt wurden.

Inspektion

Vor der Raumbehandlung sollten die Gewohnheiten des Heimtieres mit dem Kunden besprochen werden. Die Kenntnis, wo die Heimtiere schlafen und sich häufig aufhalten, versetzt den Schädlingsbekämpfer in die Lage, die Brennpunkte des Befalls zu bestimmen. Hier sind auch die meisten Eier, Larven und Puppen. Die eingehende Inspektion solcher Problemzonen ist üblich. Bewährt hat es sich, weiße Socken über die Schuhe zu ziehen und damit die Räume abzugehen. Dabei erkennt man, wo Befall ist und dessen Stärke.

Raumentwesung

Alle Haustiere sind zuvor aus den Räumen zu entfernen und dürfen erst dann zurückkehren, wenn Sprays zur Raumentwesung etc. getrocknet sind.

Eine ganze Anzahl von Präparaten ist zur Bekämpfung von Flöhen geeignet. Schädlingsbekämpfer bevorzugen im allgemeinen wasserverdünnte Präparate. Neben Sofortwirkung ist Langzeitwirkung nötig. Kombinationspräparate sind darum besonders beliebt. Es sind alle Böden, Teppichböden, Teppiche (am Rand auch unterseitig) und Polstermöbel zu behandeln.

Die Flächen sind lückenlos -also auch unter Möbeln- aber fein zu besprühen, um Flecken oder sonstige Schäden zu vermeiden. Besprühte Flächen dürfen erst wieder begangen werden, wenn sie trocken sind! Sonst entstehen Fußabdrücke. Der Kunde ist darauf aufmerksam zu machen. Zu besprühen sind ferner Scheuerleisten, Vorhänge in Fußbodennähe, Polsterkissen usw. Die Behandlung nur von Ritzen und Fugen sowie einzelnen Stellen reicht selten aus.

Die Stadien Ei und Puppe sind praktisch unangreifbar. Noch ausschlüpfende Larven bzw. Flöhe (Imagines) sind kein Grund zur Beunruhigung; sie fallen der Langzeitwirkung binnen kurzem zum Opfer. Hochflorige, zottige Teppiche können die Befallstilgung verzögern.

Die Behandlung von Terrassen, Schuppen, Lauben, Garagen u. a. Objekten im Freien kann notwendig sein, wenn bei einer vorausgegangenen Inspektion Befallsanzeichen festgestellt wurden. Das kann schwierig sein. Zu prüfen sind alle möglichen Behausungen von Säugetieren und Vögeln, also Hundehütten bzw. -zwinger, Lagerstätten herumstreunender Katzen oder Hunde, Vogelnester und Nistkästen (kehren die Vögel nach dem Winter nicht zurück, wandern im März/ April die Vogelflöhe aus und dringen dabei in Wohnräume ein), Bauten von Ratten, Mäusen, Igeln u. ä.

Vor der Behandlung muß man Kot, Mist, Abfälle, organischen Unrat aller Art und auch tierischen Dünger entfernen. Bei Bekämpfungen im Freiland sind wasserverdünnte Konzentrate zu bevorzugen. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, trockenen Boden vor der Behandlung anzufeuchten; das bringt Flohlarven an die Oberfläche.


Mustercheckliste

Flöhe sind üble Quälgeister! Sie wollen sie loswerden – und zwar definitiv! Dazu ist Ihre Mitarbeit unentbehrlich.

Jahr für Jahr werden Millionen von Wohnungen von Flöhen befallen. Das hängt meistens mit Haustieren zusammen. Erwachsene Flöhe ernähren sich von Blut. Sie stechen eine Vielzahl von Tieren und auch Menschen. Die Reaktion auf Flohstiche hängt von der Empfindlichkeit des Opfers ab. Manche Flöhe übertragen Krankheiten und die Bandwürmer von Katzen bzw. Hunden.

Die Abbildung zeigt, welche Stadien es im Leben eines Flohes gibt. Nur der erwachsene Floh sticht. Die anderen Stadien Ei, Larve und Puppe bleiben oft unbemerkt. Man findet sie da, wo die unfreiwilligen Blutspender bevorzugt herumlaufen und rasten.

Eine erfolgreiche Bekämpfung setzt die Zusammenarbeit zwischen Wohnungsinhaber und Schädlingsbekämpfer voraus.

Aufgaben des Wohnungsinhabers.

  • Fußböden und Teppiche vollständig und sorgfältig absaugen, ebenso Kissen und Polstermöbel. Besonders auf Scheuerleisten, Ecken und alle die Stellen achten, wo sich Haustiere bevorzugt aufhalten. Staubsaugerbeutel in Plastikbeuteln luftdicht verschließen und bald beseitigen.
  • Unterlagen in den Schlafstätten der Haustiere, also Teppiche, Decken, Kissen usw. heiß waschen, reinigen oder vernichten.
  • Haustiere beim Tierarzt auf Befall untersuchen und gegebenenfalls behandeln lassen. Das mu8 am Tag der Raumentwesung geschehen! (Insektizide Hunde- bzw. Katzenhalsbänder reichen nicht aus; sie wirken zu langsam.)
  • Die Haustiere dürfen erst in die behandelten Räume zurück, wenn hier die besprühten Oberflächen vollständig abgetrocknet sind.
  • Mindestens 8 Tage lang sollten die Böden nicht naß gesäubert werden, um die Langzeitwirkung nicht zu beeinträchtigen.
  • Bei Flohbefall des Menschen gründliche Körperreinigung.
    Reinigung der Wäsche bei 60 °C, mindestens 10 Minuten lang

Aufgaben des Schädlingsbekämpfers

  • Geeignete Bekämpfungsmittel werden da ausgebracht, wo sie Flöhe bzw. ihre Entwicklungsstadien treffen, d.h. auf Teppichen, Polstermöbeln und in Ritzen und Fugen in der Nähe des Fußbodens.
  • Manchmal müssen benachbarte Räume, Garagen, Hundezwinger und Teile des Gartens einbezogen werden.
  • Die Behandlung mit Schädlingsbekämpfungsmitteln erfa8t nicht die Eier oder Puppen.
  • Darum können nach der Behandlung frisch geschlüpfte Flöhe auftreten. Die meisten davon fallen der Langzeitwirkung des Präparates zum Opfer.
  • Manchmal kann eine zweite Behandlung notwendig sein. – Dürfen Haustiere frei in der Gegend herumstreunen, muB mit Neubefall gerechnet werden.
Quelle: Frohwein GmbH

Weitere Infos bei: Frohwein

Anfrage


Facebook Kommentare