Katagorie:Gesundheitsschädlinge

(argus reflexus)

Taubenzecken (argus reflexus)

Aussehen

  • 4 . 5 mmn lang. 8 Beine, Körper flach eiförmig. Körperseiten muldenförmig nach oben umgeboqen,
  • Vollgesogen bis 12 mm lang.
  • Zecken, auch deren Larven und Nymphen, wandern aktiv zu den Wirtstieren.
  • Sind zu mehrjährigem Hungern befähigt,
  • Halten sich vorwiegend in Taubenschlägen, aber auch in Ställen anderer Geflügel-Arien auf.

Biologie

  • Das Weibchen legt in den Sommermonaten mehrmals hintereinander und nach jeder Blutmahlzeit Gelege von 20-100 Eiern ab.
  • Diese sind fast kugelrund, etwa stecknadelkopfgroß, zunächst bräunlich und später größtenteils milchigweiß gefärbt.
  • Die nach etwa 3 Wochen aus ihnen schlüpfenden sechsbeinigen,lebhaft umherlaufenden Lar- ven sind schmutzig gelb gefärbt; und ziemlich stark behaart.
  • Sie verbleiben 5- 10 Tage auf dem erstbefallenen Wirt. Das ist für die Verbreitung der Art von großer Bedeutung. 8 Tage nach der ersten Blutaufnahme häuten sie sich zu Nymphen des ersten Stadiums und nach je 3 weiteren Wochen zu Nymphen des zweiten Stadiums und zum Adulttier.
  • Die Nymphen gleichen, abgesehen von der Körpergröße, weitgehend den Geschlechtstieren.
  • Die Gesamtentwicklung der Taubenzecke dauert mindestens 2 Jahre, in der Regel aber 3 Jahre oder mehr. Sie kann, da die Nymphen sich vor jeder Häutung einmal vollsaugen müssen, durch Mangel an Sauggelegenheit sehr stark verlängert werden.

Schaden

  • Als Nahrung dient den Tieren in allen Stadien in erster Linie das Blut lebender Tauben. Am stärksten befallen werden die Jungtauben, die häufig unter den Schmarotzern sehr zu leiden haben und in manchen Fällen durch die Stiche und den Blutentzug so stark geschwächt werden, daß sie daran eingehen. Befallen werden auch Hühner, Enten, Pferde und Menschen.
  • Der Saugakt dauert bei den Larven ca. 7 Tage, bei den Nymphen und den Geschlechtstieren durchschnittlich etwa 1/4 . 2 Stunden. Die auf einmal aufgenommene Blutmenge, die ein starkes Anschwellen der Tiere verursacht, wiegt bis zum sieben- oder achtfachen Gehalt des eigenen Körpergewichts.
  • Auch bei dieser Zecke ist das Hungervermögen erstaunlich groß. Die Nymphen und Vollkerfe können sicherlich 6 Jahre, wahrscheinlich aber noch länger, ohne jede Nahrungsaufnahme am Leben bleiben. Die Generationszeit kann sich bis zu 9 Jahren ausdehnen.
  • Die Taubenzecken sitzen den größten Teil ihres Lebens in den Ritzen, Fugen und dunklen Ecken von Hühnerställen, Taubenschlägen oder in der näheren Umgebung davon. Ihre Yerbreitung von einem Schlag zum anderen erfolgt durch die Tauben, welche die an ihrer Haut festgesogenen Schmarotzer mitschleppen. Diese passive Verschleppung geschieht besonders häufig im Larvenstadium, weil die Larven lebhafter sind und sich viel länger festsaugen als die Geschlechtstiere und Nymphen.
  • Erst wenn der Taubenschlag lange Zeit hindurch unbenutzt war, begeben sich die Zecken, vom Hunger getrieben, aktiv auf die Wanderung und sie gelangen dann vielfach in benachbarte Wohnungen des gleichen Gebäudes. Dies tritt nach den bisherigen Erfahrungen meistens erst dann ein, wenn der Taubenschlag von seinen Bewohnern schon etwa 4 . 6 Jahre aufgegeben worden ist. Jetzt befallen die Tiere bei Dunkelheit oder in der Dämmerung auch den Menschen. Der Einstich ist gewöhnlich nicht spürbar. Nach dem Saugakt stellen sich aber meistens ziemlich starke und langanhaltende, auf das Speicheldrüsensekret der Tiere zurückzuführende, Hautreaktionen und oft auch weitgehende Störungen des Allgemeinbefindens ein. In der Regel ist an der Einstichstelle zunächst ein dunkelroter oder violettroter Fleck zu erkennen. Später stellen sich dann oft Pappeln, Quaddeln, stärkere Entzündungen, heftiger Juckreiz, nässende und oft nur schwer heilende Munden ein.
  • Menschenblut scheint diesen Zecken nicht zu bekommen, denn im Versuch gingen alle am Menschen gefütterten Exemplare, wohl infolge einer Störung der Verdauungstätigkeit, nach wenigen Tagen ein. Die Larven saugen freiwillig wohl niemals am Menschen. Daraus folgt, daß die in Mohnungen eingedrungenen Tiere sich dort nicht für dauernd einnisten oder sich gar entwickeln und vermehren können.

Bekämpfung

  • Sie wird sehr erschwert durch die versteckte Lebensweise der Taubenzecken.
  • Nach Möglichkeit sind alle Ritzen, Fugen, Hohlräume gezielt und sorgfältig einzusprühen.
  • Dauerwirkung ist wichtig.

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