Katagorie:Lästlinge

(tetramorium caespitum)

Rasenameise (tetramorium caespitum)

 
Beschreibung:
  • Arbeiterinnen 2-3,5 mm lang, braun bis dunkelbraun 
  • Nester an sandigen, sonnigen Stellen in Gärten, an Wegrändern, unter Steinen und Platten
  • häufig mit Erdauswurf
  • leben von Zuckerhaltigen Substanzen und Fleisch
  • in älteren Gebäuden können sie Holz zerstören
  • Weitere Infos: ·Ameisenbekämpfung

Vergrämung des Ameisenvolkes

Durch Bekämpfungsmaßnahmen die mit Sprüh-, Streich-, Nebel- und Stäubemitteln ausgebracht werden und die als Kontaktgifte wirken, lassen sich im offenen Raum lediglich die Ameisen Arbeitstiere erreichen.

Für den Betrachter ergibt sich hier vordergründig ein Bekämpfungserfolg, weil der mit Insektiziden kontaminierte offene Raum vorerst von Arbeitstieren nicht mehr belaufen wird. Das erneute Auftreten von Arbeitstieren einige Wochen später wird deshalb allzuoft als "Neubefall" bewertet. Das offene Ausbringen von Insektiziden ist somit nur eine Vergrämung.

Tilgung des Ameisenvolkes Entscheidende Voraussetzung zur Tilgung eines Ameisenvolkes ist der Einsatz wirksamer Ameisenköder und deren sachgerechter Einsatz. Beim Köderverfahren wird der Köder zunächst von den Arbeiterinnen aufgenommen ohne sie zu schädigen. Erst wenn er an Königin(nen) und Larven verfüttert wird, entfaltet er seine Wirkung. Zunächst sollte mit einem unbegifteten Köder angeködert werden - bei Pharaoameisen mit frisch durchgedrehter Schweineleber, bei Hausameisen (Lasius-Arten) mit leicht gährender Zuckerlösung. Anschließend wird der belaufene, angenommene Köder durch Fraßgiftköder ausgetauscht.

Für die Bekämpfung wichtige Fakten:

  • Ameisen sind staatenbildend, d.h. sie sind zur Bildung eines Volkes mit sozialem Zusammenhang fähig mit einer Funktionsaufteilung innerhalb der Individuen.
  • Ameisenvölker mit ihren Königinnen nisten versteckt und entziehen sich meist dem direkten Zugriff.
  • Die Nistbereiche haben keine feste Abgrenzung wie bei Bienen, sondern sie durchziehen den Boden bzw. das Material tunnelartig.
  • Es treten nur die Arbeitstiere in Erscheinung

Hieraus ergibt sich:

  • Die Bekämpfung einzelner oder einer größeren Gruppe von Tieren führt nicht zur Tilgung des Volkes.
  • Das Ausbringen von Kontakt-Insektiziden verfehlt ihre Wirkung, weil die Ameisen die behandelten Flächen über ihre Geruchswahrnehmungs-organen wahrnehmen und sie meiden werden. Das führt zu einer Vergrämung bei gleichzeitiger Erhöhung der Kontamination.
  • Das Zusammenfließen der Tunnelgänge mit dem Boden erschwert das Ausheben der Nester bzw. ihre chem. Behandlung
  • Die Risikoärmste Methode ist die Bekämpfung mit Fraßgiftködern, bei der die Königinnen und die Larven aller Formen, durch das Fraßgift erreicht werden.

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