Katagorie:Lästlinge

(lasius niger)

Schwarzgraue Wegeameise (lasius niger)


in Deutschland am häufigsten auftretende Art

  • Färbung: braun bis schwarz, Beine und Fühler rotbraun
  • Größe: Arbeiterinnen 3-5 mm, Königinn 15 mm
  • nistet im Freien in der Erde oder in Baumstümpfen, am Haus in Mauerspalten, unter Treppenstufen aber niemals im Haus
  • leben im Freien von Insekten, Würmern, süßen Pflanzensäften

Entwicklung

  • Juli: die Ameisenkönigin wird begattet
  • Oktober: unter günstigen Lebensbedingungen hat sich ein Stamm von Arbeitstieren entwickelt
  • Dezember: das Volk liegt in Kältestarre bei Völkern in Gebäuden beginnen die Frühjahrsaktivitäten schon jetzt
  • Mai: die ersten Aktivitäten beginnen mit den warmen Epochen der Frühlingsmonate
  • Juli: die Anzahl der Individuen des Volkes hat erheblich zugenommen

Je nach Individuenstärke des Volkes kann es bereits im 3. Jahr zur Heranbildung der ersten neuen geflügelten Geschlechtstiere kommen.

In den folgenden Jahren nehmen solche Völker weiter an Individuen zu, auch wenn sie sich in den Wintermonaten reduziert. Jährlich bilden sich jetzt hunderte weibliche und männliche Geschlechtstiere, die das Nest zum Hochzeitsflug verlassen.

Die Königin bleibt über viele Jahre (bis 10 Jahre bei einigen lasius niger Arten) existent. Bei Ameisenarten mit mehreren Königinnen (Pharaoameisen) ist die Lebensdauer wesentlich kürzer.

Vergrämung des Ameisenvolkes

Durch Bekämpfungsmaßnahmen die mit Sprüh-, Streich-, Nebel- und Stäubemitteln ausgebracht werden und die als Kontaktgifte wirken, lassen sich im offenen Raum lediglich die Ameisen Arbeitstiere erreichen.

Für den Betrachter ergibt sich hier vordergründig ein Bekämpfungserfolg, weil der mit Insektiziden kontaminierte offene Raum vorerst von Arbeitstieren nicht mehr belaufen wird. Das erneute Auftreten von Arbeitstieren einige Wochen später wird deshalb allzuoft als "Neubefall" bewertet. Das offene Ausbringen von Insektiziden ist somit nur eine Vergrämung.

Tilgung des Ameisenvolkes Entscheidende Voraussetzung zur Tilgung eines Ameisenvolkes ist der Einsatz wirksamer Ameisenköder und deren sachgerechter Einsatz. Beim Köderverfahren wird der Köder zunächst von den Arbeiterinnen aufgenommen ohne sie zu schädigen. Erst wenn er an Königin(nen) und Larven verfüttert wird, entfaltet er seine Wirkung. Zunächst sollte mit einem unbegifteten Köder angeködert werden - bei Pharaoameisen mit frisch durchgedrehter Schweineleber, bei Hausameisen (Lasius-Arten) mit leicht gährender Zuckerlösung. Anschließend wird der belaufene, angenommene Köder durch Fraßgiftköder ausgetauscht.

Für die Bekämpfung wichtige Fakten:

  • Ameisen sind staatenbildend, d.h. sie sind zur Bildung eines Volkes mit sozialem Zusammenhang fähig mit einer Funktionsaufteilung innerhalb der Individuen.
  • Ameisenvölker mit ihren Königinnen nisten versteckt und entziehen sich meist dem direkten Zugriff.
  • Die Nistbereiche haben keine feste Abgrenzung wie bei Bienen, sondern sie durchziehen den Boden bzw. das Material tunnelartig.
  • Es treten nur die Arbeitstiere in Erscheinung

Hieraus ergibt sich:

  • Die Bekämpfung einzelner oder einer größeren Gruppe von Tieren führt nicht zur Tilgung des Volkes.
  • Das Ausbringen von Kontakt-Insektiziden verfehlt ihre Wirkung, weil die Ameisen die behandelten Flächen über ihre Geruchswahrnehmungs-organen wahrnehmen und sie meiden werden. Das führt zu einer Vergrämung bei gleichzeitiger Erhöhung der Kontamination.
  • Das Zusammenfließen der Tunnelgänge mit dem Boden erschwert das Ausheben der Nester bzw. ihre chem. Behandlung
  • Die Risikoärmste Methode ist die Bekämpfung mit Fraßgiftködern, bei der die Königinnen und die Larven aller Formen, durch das Fraßgift erreicht werden.

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