Katagorie:Materialschädlinge

(Tyrophagus, Glyciphaguo spec.)

Modermilben-Arten (Tyrophagus, Glyciphaguo spec.).

Aussehen:

  • Die 0,28-0,45 mm großen Tiere sind sehr schwer zu bestimmen.
  • Sie sind oval geformt, weißlich bis bräunlich gefärbt mit gleichfarbigen Beinen und Mundwerkzeugen.
  • Am Hnterleib befinden sich mehr als 4 lange Schlepphaare.

Vorkommen:

  • Modermilben kommen an eiweißhaltigen Vorräten, besonders wenn sie leicht muffig geworden sind, also besonders häufig in Bereichen mit etwas erhöhter Luftfeuchtigkeit vor.
  • Weltweit verbreitet und problematischster Schädling an eingelagerten Süßwaren
  • Sie ernähren sich von Schimmelpilzen, die an feuchten Stellen vielfach vorhanden sind.
  • Ideal ist eiweiß- und fetthaltige Nahrung wie z.B. Erdnüsse, Raps, Leinsamen, Nüse, und Kakaobohnen, aber auch tierische Produkte wie Würste und Rauchfleisch werden befallen, wenn die notwendie Feuchtigkeit vorhanden ist.
  • Vermehrung und damit die Befallszunahme kann enorm sein

Schaden:

  • bei empfindlichen Personen wirken die Milben und deren Abprodukte Kot, Horsten, Häute usw.) als Allergene.
  • häufiger können die Sporen der sicherlich vorhandenen Schimmelpilze echte gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen.

Biologie:

  • Die ovalen 0,1-0,08 mm großen Eier werden je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit in unterschiedlicher Zahl (310-470 Stück) abgelegt.
  • Unter optimalen Bedingungen (25-35°C, 90-100% r.F.) wird der gesamte Entwicklungszyklus in 10-13 Tagen durchlaufen (bei 3 Häutungen).

Befallsermittlung:

  • Probeentnahme bei Wareneingang und während Lagerung
  • Analyse nur unter dem Mikroskop.
  • Wenn kein Mikroskop vorhanden Mehl ausbreiten und glätten - bei Befall wird die Oberfläche nach wenigen Minuten rauh.

Bekämpfung:

  • Milbenbekämpfung ist in erster Linie eine Frage der Lagerbedingungen.
  • Die Bekämpfung der Milben selbst sollte mit Langzeitschädlingsbekämpfungsmitteln durchgeführt werden.
  • Günstig sind Präparate, die mikroverkapselt sind oder Carbamate als Wirkstoffe enthalten.
  • Langfristig kann jedoch nur die Beseitigung der Feuchtigkeit, als eigentliche Befallsursache, Erfolg bringen.
  • Das bedeutet, daß die befallenen Räume gründlich ”trockengelegt” werden sollten. Das schließt auch die Behandlung feuchter oder muffiger Möbel, insbesondere Polstermöbel, Matratzen u.ä. mit ein.
  • Durch entsprechende kühle und trockene Lagerung läßt sich Milbenbefall effektiv vorbeugen.
  • Einmal befallene Ware ist zu verwerfen

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